DIE Geschichte hinter meinen LebensLinien

von Blogparade, Storytelling6 Kommentare

Aufmerksam und neugierig geworden durch die diesjährige Blogparade, hat mich Ulrike Stornys Thema „STORYTELLING like a Pro“ (DIE Geschichte hinter meinen LebensLinien) vom Fleck weg abgeholt:

https://ulrikestorny.com/blogparade-storytelling

Ich liebe STORYTELLING und es ist ein für mich genial-gelebtes tägliches Werkzeug.

Wer bin ich?

Ich bin Anja. Freiheitsliebend, naturverbunden und Mutter einer bezaubernden Tochter. 

Psychologische Beraterin, Coach, Profiling-Trainerin, Paracelsus-Dozentin und biografische Schreibmentorin.

Frau-die-in-ein-buch-schreibt-und-nach-unten-schaut

Meine Story:

Seit ich mich erinnern kann, schlummerte in mir eine tiefe Sehnsucht nach Freiheit und einem „Verstehen Wollen“.

Als Kind liebte ich spannende Geschichten und verstecke mich begeistert hinter stapelweise Büchern. Die pragmatische Welt der Erwachsenen genügte mir nicht. Antworten, auf meine zahlreichen Fragen fühlten sich allzu oft unwahr oder unvollständig an. 

Darüber hinaus war meine Denkweise zu „out of the box“ für mein Umfeld.   

Meine beruflichen Wurzeln:

Meine erste berufliche Station als unschlüssige 16-Jährige war eine Ausbildung in der Gastronomie. 500 Km entfernt von meiner thüringischen Heimat. 10 Jahre blieb ich der Branche treu durch verschiedene Hotels im In- und Ausland. Ich liebte den Umgang und die Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen.

Jahre abseits provinzieller Konventionen. 

Rückblickend betrachtet prägte mich diese Zeit stark. Ich lernte, Menschen einzuschätzen und die Details wahrzunehmen, die anderen verborgen blieben. Verbindungen zu schaffen. Magische Momente zu erleben, die oft noch lange nachhallten. 

Eine Fähigkeit, mit der ich meine Gäste oft begeisterte und zu Stammgästen machte. 

Einmal saß eine ältere Dame alleine und offensichtlich unglücklich im Restaurant vor ihrem (von mir empfohlenen) Essen. Vorsichtig fragend taste ich mich vorwärts.

„Es ist wunderschön hier und sehr lecker. Jedoch ist es mein erster Besuch alleine in einem Restaurant. Mein Mann ist gestorben und das kostet mich viel Überwindung. Ich bin so einsam.“

Ab diesem Tag kam sie regelmäßig. Und verließ jedes Mal ein klein wenig selbstsicherer und zufriedener das Restaurant. 

Fasziniert spürte ich, wie simpel es sein kann, einem anderen Menschen einen AHA-Moment zu schenken. Ihn schlicht wahrzunehmen, aktiv zuzuhören.     

Kurz vor der Geburt meiner Tochter wechselte ich die Branche in den Vertrieb und Kundenservice eines riesigen Energiekonzerns. 

Auch hier machte ich die Erfahrung: Menschen wünschen sich, gesehen zu werden. Sie haben Geschichten zu erzählen und viel zu oft hört keiner zu. 

Ich erinnere mich gut an den Anruf einer älteren Dame. Wortreich beschwerte sie sich darüber, dass sie mit ihrem Telefon mit Wählscheibe nicht in der Lage ist, eine Ziffer zu drücken. Wie es die Ansage in der Warteschleife verlangt. 

Am Ende des Telefonats meinte sie:

„Ich weiß, dass Sie da nichts machen können. Ich brauchte einfach jemanden zum Reden und bin ihnen dankbar, dass sie mir zugehört haben.“ 

Füller-auf-bronzenem-Hintergrund

Mein magischer Wendepunkt:

Eine Krankheit, die urplötzlich mein ganzes Leben bestimmte. Zwischen monatelanger Abhängigkeit und Angst beschloss ich nach einem weiteren ernüchternden Arztbesuch: 

Schluss damit – das ist nicht die Story, die ich mir erzählen will! 

Abseits ausgetretener Wege wurde ich eigenverantwortlich gesund. 

…und erfüllte ich mir meinen lang gehegten Traum von einer Aus- und mehreren Weiterbildungen im psychologischen Bereich.  

Die LebensLinien-Geburtsstunde:

„Es war Max sein letzter Wunsch, dass seine Aufzeichnungen zusammengefasst und für seine Familie als Buch erhalten bleiben. Kannst du dir das vorstellen?“

Ich sitze mit einer lieben Bekannten des Vereins Lukas Stern e. V. Chemnitz auf dem Sofa bei einer Tasse Kaffee. Ein Verein, der Kindern ihre Herzenswünsche erfüllt. Oft sind es ihre letzten Wünsche. 

Max seine Geschichte: Er starb mit 17 Jahren an Leukämie. Ein beeindruckender, mutiger junger Mann, der seinen Kampf gegen die Krankheit dokumentierte. 

Diese Frage einer so traurigen Situation war für mich ein magischer Moment.

Der Startschuss für meine Idee, Menschen dabei zu begleiten, ihre ureigene Geschichte festzuhalten.

Um etwas Bleibendes zu erschaffen. Gegen das Vergessen. Um Lebensbilanz zu ziehen oder Platz für die Zukunft zu schaffen.

Meine LebensLinien-Mission:

Feinfühlige Frauen bestärken und ihnen eine Bühne geben. Unerzählte Geschichten sammeln und Erinnerungen wahren.

Wegbegleiterin zu vielen magischen Momenten sein, damit meine Klienten und Klientinnen am Ende auf ein erfülltes Leben zurückzublicken. 

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6 Kommentare

  1. Liebe Anja, mit deiner Schilderung triffst du mich genau ins Herz und wie ich schon im Kommentar auf meiner Seite geschrieben hatte, finde ich deinen Beitrag sehr bewegend.
    Die ältere Dame sehe ich vor mir, möchte sie am liebsten an die Hand nehmen und ich bin sicher, dass du deine Berufung gefunden hast. Danke für die Teilnahme an meiner Blogparade und für diesen wunderbaren Artikel übers Geschichtenerzählen.
    Liebe Grüße
    Ulrike

    Antworten
    • Liebe Ulrike,

      ich finde dein Blogparade-Thema super und hatte viel Freude beim Schreiben. Ein strahlendes Dankeschön für dein schönes Feedback und diese tolle Möglichkeit.

      Alles Liebe

      Anja

      Antworten
  2. Liebe Anja,
    Du hast eine Gabe, die Du durch Deinen Lebensweg geschliffen und verfeinert hast. Du öffnest, indem Du zuhörst, Herzen, bietest die Kunst des Verstehens und in Worte Fassens denen an, die nicht so gesegnet sind. Dafür feiere ich Dich. Du bist meine Heldin im Dschungel der Geschichtenerzähler.

    Alles Liebe
    Annette

    Antworten
    • Ich freue mich total über deinen Kommentar, liebe Annette. 1000 Dank dafür.

      Antworten
  3. Was für eine fesselnde Story, liebe Anja. Habe sie sehr gern gelesen. Lese immer wieder sehr gern deine Beiträge entlang der Lebenslinien deiner spannenden InterviewpartnerInnen. Danke, das du zuhörst und dich wahrhaftig und tiefgründig interessierst. Das ist ein Geschenk. Auch wenn du das längst weißt, mag ich es nochmals betonen. Alles Liebe

    Antworten
    • Vielen Dank für deine Zeilen, liebe Sandra. Da auch deine Arbeit auf aufrichtigem Interesse und aktivem Zuhören beruht, haben wir die Chance, die Welt ein bisschen besser zu machen.

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