Selektive Wahrnehmung

von Sep 5, 2021Psychologie0 Kommentare

Es ist DER Klassiker: Ich erzähle meinem Gegenüber etwas und stelle später fest, dass er/ sie sich nicht erinnert.

Meine Schlussfolgerung: Er/ sie hat mir gar nicht zugehört.

Eine Reaktion, mit der sich bestimmt auch so mancher Mann im privaten Bereich gelegentlich konfrontiert sieht – z.B. wenn ein Besuch ansteht, von dem ihm die Partnerin doch erst letzte Woche (während des Fußballspiels) erzählt hat, er aber völlig unwissend ist.

Tatsächlich ist es zu simpel davon auszugehen, dass mein Gegenüber „mal wieder“ nicht richtig zugehört hat.

Es gibt einen anderen Grund dafür: selektive Wahrnehmung.

Wahrnehmung basiert auf der Erfassung & Aufnahme von Informationen und Umwelt-Reizen sowie deren Verarbeitung im Gehirn.

Die Vielzahl der unterschiedlichsten Sinneseindrücke, denen wir ausgesetzt sind, ist enorm. Ständig prasseln unzählige Informationen und Reize auf uns ein, die von unseren Sinnen und von unserem Gehirn verarbeitet werden müssen.

Unser Gehirn ist dabei überfordert! Um „handlungsfähig“ zu bleiben, greift es automatisch zur „Strategie“ der selektiven Wahrnehmung, um einer völligen Reizüberflutung gegenzusteuern.

Bedeutet konkret: Unser Gehirn trifft eine Vorentscheidung, was wichtig ist und wir nehmen nur wahr, was uns gerade wichtig erscheint, während wir alles andere ausblenden.

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